Chancen und Risiken der IVF-Therapie

Die Behandlung mit der IVF-Methode stellt logischerweise nicht nur die Chance auf eine Schwangerschaft dar, sondern birgt auch gewisse Risiken, da es sich um den Eingriff in den menschlichen Körper handelt.

Die Chance - bei IVF-Behandlung

Die größte Chance ist natürlich nach einem Embryonentransfer schwanger zu werden - dies geschieht im internationalen Vergleich aller IVF-Zentren im Durchschnitt bei jedem 4. bis 5. Versuch, also bei 20-25% aller Fälle. Mit der Erhöhung der Versuche pro Patientin steigt natürlich auch die Chance schwanger zu werden - denn nach 4-maliger Embryonentransfer liegt dann die Schwangerschaftsrate schon bei 50-60% - nach 4 Embryonentransfers ist mehr als jede 2. Frau schwanger.

Die Chance - bei ICSI-Behandlung

Hier liegt die Schwangerschaftsrate bei 20-30% - Tendenz steigend. Bei mehreren Behandlungen pro Patientin liegt der kumulative Wert schon um die 60% - und damit noch höher als bei der IVF-Behandlung.

Die Risiken - Mehrlingsschwangerschaft

In der BRD dürfen pro Embryonentransfer lediglich 3 befruchtete Eizellen eingesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsschwangerschaft gibt die Statistik mit 27%, einer Drillingsschwangerschaft mit 4% an.

Die Risiken -  Eileiterschwangerschaft

Leider kommt es in seltenen Fällen auch zu einer Wanderung der eingesetzten Embryonen in den Eileiter. Solche Komplikationen können jedoch durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen in unserer Praxis und sofortige Therapie minimiert werden.

Die Risiken - Fehlgeburt

Dieses Risiko birgt jede Schwangerschaft - ca. 10-15% aller Schwangerschaften in Deutschland führen zu einer Fehlgeburt. Es gibt keine Erkenntnisse, dass diese Rate durch einen Embryonentransfer erhöht ist.

Die Risiken - Follikelpunktion

Die Follikelpunktion ist ein operativer Eingriff mit eventueller Narkose - mit entsprechenden Risiken. Sehr selten kann es zu Komplikationen und Verletzungen der Nachbarorgane kommen.

Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS)

Um einen hohen Anteil an Eizellen zu gewinnen, werden die Eierstöcke entsprechend stimuliert, was natürlich einer Überproduktion und Vergrößerung der Eierstöcke führen kann. Die Symptome werden Ihnen jedoch während der Behandlung genauestens erläutert und - bei eventuellem Auftreten - eine entsprechende Behandlung eingeleitet.

 
 
 

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