Unfruchtbarkeit beim Mann

Die Entstehung der männlichen Unfruchtbarkeit ist zum Teil noch ungeklärt. Im Wesentlichen ist eine Störung der Spermatogenese (Samenzellbildung), auf Grund von genetischen wie auch exogenen Faktoren (s.u.) die Ursache.

Normalerweise produziert ein Mann ca. 20 Millionen Spermien je Milliliter Samenflüssigkeit. Weniger Spermien weisen auf eine verminderte Zeugungsfähigkeit hin.

Bei der Untersuchung der Spermien können sich folgende Abweichungen zeigen:

  • niedrige Spermienzahl (Oligospermie)
  • fehlende Spermienproduktion (Azoospermie), aufgrund einer Funktionsstörung des Hodens oder aufgrund einer Verlegung der Transportwege.
  • mangelnde Beweglichkeit der Spermien (Asthenozoospermie), die Spermien sind dann nicht in der Lage durch den Gebärmutterhals zu schwimmen und im Eileiter auf die Eizelle zu treffen.
  • abweichende Spermienform (Teratozoospermie), die dazu führt, dass die Spermien nicht in der Lage sind, die äußere Schicht der Eizelle zu durchdringen.

Mögliche Ursachen verminderter Spermienqualität

  • Störungen der Samenzellenbildung als Folge von:
    • Entzündung (Mumps etc.)
    • Hodenhochstand
    • Krampfader (Varicocele)
    • Hormonstörungen
    • OP, Chemotherapie, Bestrahlung
    • häufig unklar (= idiopathisch)
  • Störung des Spermientransports als Folge von:
    • erblich bedingter Fehlanlage
    • Ejakulationsstörung (Nervenlähmung, Impotenz etc.)
    • Obstruktionen oder Verschlüsse der ableitenden Samenwege, durch eine angeborene beidseitige Aplasie des Ductus deferens, Hodentorsion (Hodenverdrehung)
    • entzündlichen Veränderungen, wie Epididymitis (Entzündung des Nebenhodens), Prostatitis (Entzündung der Prostata), Urethritis (Entzündung der Harnröhre)
    • Verletzung
    • Sterilisierung des Mannes (Vasektomie)
  • Genetische Störung
  • Lebensweise (Stress, Nikotin, Fehlernährung, Anabolika, Umweltfaktoren)
  • Immunologische Unfruchtbarkeit, die Frau bildet Antikörper gegen die Spermien des Mannes